Kurzfilm und Diskussion
Aufruf der “Frauen Organisation 8.März Iran-Afghanistan”
از مبارزات زنان و مردان هرات علیه گروه زن ستیز طالب حمایت می کنیم!
در طول نزدیک به پنج سال به قدرت رسانده شدن گروه جنایتکار و زن ستیز طالبان با حمایت مستقیم امپریالیزم آمریکا و همدستانش، می گذرد. این رژیم برای حفظ هویت اسلامی شان که همان سرکوب و خشونت علیه زنان است، با تمام قدرت، شدت و حدت تلاش کرده اند زنان را به شکل واقعی آن از اجتماع حذف و خانه نشین کنند. در طول این چهارسال و یازده ماه هر راهی را برای سرکوب و به حاشیه راندن کامل زنان رفته اند. از ترور، قتل، تجاوز جنسی، زندانی و سرکوب گرفته تا وضع زن ستیزانه و عقب مانده ترین قوانین بدوی و اسلامی شان؛ چنانکه با آخرین بیانه رهبر این گروه از زنان خواسته شده است که اگر حجاب مورد نظر این گروه را مراعات نکنند، بازداشت می شوند. دقیقا یک روز بعد از نشر این اعلامیه ضد زن، هفته پیش، در شهر هرات اعضای امر به معروف این گروه، زنان زیادی را از کوچه و بازار دستگیر و زندانی کردند. این گروه هر زنی را که در بیرون دیدند، بازداشت کردند. زنانی که بنا به هر مجبوری، مجبور به بیرون شدن از خانه شان شده بودند، حتی زنان سنتی و با حجاب، را نیز با خشونت و زور دستگیر و زندانی کردند. این سرکوب و بازداشت ها بلاخره باعث خشم عموم مردم مخصوصا مردان افغانستان برای اولین بار پس از به قدرت رساندن طالب گردید.
زنان ا
Wir unterstützen den Kampf der Frauen und Männer von Herat gegen die frauenfeindliche Taliban!
In den fast fünf Jahren, seit die Taliban mit direkter Unterstützung des amerikanischen Imperialismus und seiner Komplizen an die Macht kamen, hat dieses Regime mit aller Macht und Brutalität versucht, Frauen aus der Gesellschaft zu verbannen und sie an den Rand des gesellschaftlichen Lebens zu drängen. Dies geschieht im Namen der Bewahrung ihrer islamischen Identität – tatsächlich bedeutet es jedoch massive Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen.
In diesen vier Jahren und elf Monaten hat die Taliban alle möglichen Mittel eingesetzt, um Frauen zu unterdrücken und vollständig zu marginalisieren: von Attentaten, Feminizid, Vergewaltigung, Inhaftierung und Repression bis hin zur Durchsetzung frauenfeindlicher und reaktionäre Gesetze. So forderte der Anführer der Taliban in einer jüngsten Erklärung die Verhaftung von Frauen, die den vorgeschriebenen Hidschab nicht tragen.
Nur einen Tag nach dieser Erklärung wurden in Herat zahlreiche Frauen von Straßen und Märkten verhaftet und eingesperrt. Die Taliban nahmen jede Frau fest, die sie im öffentlichen Raum trafen. Sogar die Frauen, die traditionell gekleidet mit Hidschab – wurden gewaltsam festgenommen.
Diese Repressionen und Verhaftungen lösten erstmals seit der Machtübernahme der Taliban eine öffentliche Empörung aus, insbesondere auch unter afghanischen Männern.
Afghanische Frauen kämpfen seit dem Einmarsch der Taliban in Kabul und anderen Städten auf vielfältige Weise gegen Patriarchat system und geben den Widerstand nicht auf. Dieses Mal demonstrierten am Dienstag, dem 10. Juni, erstmals Männer aus Herat gemeinsam mit Frauen im Stadtteil Jibril gegen die frauenfeindlichen Gesetze der Taliban. Die Taliban eröffneten dabei das Feuer auf die Demonstrierenden und töteten und verletzten mehrere Menschen.
Zweifellos sind Frauen durch diese Proteste noch stärkerer Gewalt und Repression ausgesetzt als zuvor. Es besteht kein Zweifel, dass das Ziel der Taliban nicht nur die Kontrolle der Frauen, sondern die Unterdrückung der gesamten Gesellschaft ist. Indem sie die Hälfte der Bevölkerung unterdrücken, können sie auch die andere Hälfte leichter kontrollieren. Doch wo Unterdrückung herrscht, gibt es auch Widerstand.
Die Menschen in Afghanistan im Allgemeinen und insbesondere in Herat haben die Gewalt der Taliban gegen Frauen und andere Teile der Bevölkerung satt.
Die Unterdrückung ist in Afghanistan besonders schwerwiegend – aufgrund von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit (z. B. Hazara), Bildung, Arbeit, religiöser Zugehörigkeit oder sexueller Orientierung LGBT queer.
Zusätzlich zur erlebten Gewalt leben die Menschen in Armut und Repression und können diese Situation nicht länger ertragen.
Die Menschen in Afghanistans haben erkannt, dass ihnen keine andere Wahl bleibt, als sich gegen diese Unterdrückung sich organisieren. Schweigen macht die Lage nur schlimmer und das Regime stärker. Die jahrelange Stille vieler Menschen hat den Grundlage für die heutige Situation geschaffen.
Auch jene, die ihre Hoffnung auf die sogenannten internationalen Gemeinschaften, die Vereinten Nationen oder Menschenrechtsinstitutionen gesetzt hatten, haben in den letzten Jahren erkannt, dass viele dieser Versprechen nicht eingelöst wurden und häufig bei bloßen Erklärungen blieben.
Wir, die Aktivistinnen der Frauenorganisation „8. März“ in Afghanistan, haben öfter darauf hingewiesen, dass imperialistische Staaten nur im Rahmen ihrer eigenen Interessen handeln und Begriffe wie Menschenrechte und Frauenrechte oft politisch instrumentalisiert werden. Entscheidungen und Allianzen dieser Staaten haben sich im Laufe der Zeit mehrfach verändert.
– je nach strategischem Interesse in der Region.
Leider sind dennoch einige Akteure weiterhin in diese Dynamiken eingebunden und versuchen, die Realität zu verzerren und insbesondere Frauen davon zu überzeugen, dass es keine Alternative zum Handeln über diese Kräfte gebe.
Doch die Bevölkerung erkennt zunehmend, dass echte gesellschaftliche Freiheit nur durch eigenen Widerstand und gesellschaftliche Organisierung erreicht werden kann.
Der Protest in Herat am Dienstag, dem 10 Juni ist ein deutliches Zeichen für dieses wachsende Bewusstsein. Durch diese Demonstrationen wird deutlich, dass Freiheit und Frauenrechte nicht ohne den gemeinsamen Kampf von Frauen und Männern gegen das bestehende Regime erreicht werden können.
Wir, die Aktivistinnen der Frauenorganisation „8. März“, rufen alle Frauen dazu auf, sich dem landesweiten Widerstand anzuschließen und gemeinsam für den Sturz des patriarchalen Taliban-Regimes zu kämpfen. Ohne eine unabhängige und revolutionäre Frauenorganisation ist ein wirksamer Kampf gegen dieses bewaffnete und frauenfeindliche System nicht möglich.
Aktivistinnen der Frauenorganisation „8. März“ (Iran–Afghanistan) in Kabul und Herat
10. Juni 2026