Digitale Ausstellung GRENZGANG

Diese digitale Ausstellung zeigt die Ergebnisse der Gruppen, die von Juli bis Oktober 2023 am Projekt GRENZGANG teilgenommen haben.
Die hier gezeigten Arbeiten bilden die Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit geografischen, politischen und individuellen Grenzen ab. Alle Bilder zeigen, wie verschiedene Grenzen aus Sicht der Beteiligten wahrgenommen und erfahrbar werden.  
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die kreative Arbeit und tollen Ergebnisse! 
Das Projekt wurde gefördert von der Fachstelle Kulturelle Bildung Mecklenburg-Vorpommern. 

Ergebnisse Künstler:innen Gruppe 1

Ergebnisse Künstler:innen Gruppe 2

Ergebnisse Künstler:innen Gruppe 3

Ergebnisse Künstler:innen Gruppe 4


Hauswand stark bewachsen mit Pflanzen
Dieses Bild verdeutlicht einmal mehr das Aneinanderraten von Mensch/ Kultur und Natur/ Freiheit. Von Menschen gebaute Grenzen, hier das Beispiel einer Hauswand, werden von der Natur, also einer rankenden Weinpflanze, eingenommen. Für mich ein Sinnbild, dass wir Menschen so viele (künstliche/ unnatürliche) Grenzen erschaffen können, wie wir wollen und die Natur sich dennoch ihren verdienten Raum einnimmt.’
Das Auto (rechts unten im Bild) symbolisiert für mich einerseits das Aufbrechen von Grenzen (z.B. Mobilitätsgrenzen) und anderseits das Schaffen von Grenzen zu anderen Menschen, die sich ebenfalls im Straßenverkehr bewegen (d.h. Grenze zwischen privatem und gemeinschaftlichem Raum). Auch wird damit wieder deutlich gemacht, dass für viele Menschen Grenzen für den individuellen Raum wichtig sind, um sich z.B. sicher zu fühlen. 
Für wen schaffen wir Grenzen und wozu dienen diese? 

Gepflasterter Gehsteig neben einer Wiese
Dieses Bild verdeutlicht einmal mehr das Aneinanderraten von Mensch/ Kultur und Natur/ Freiheit. Von Menschen gebaute Grenzen, hier das Beispiel einer Hauswand, werden von der Natur, also einer rankenden Weinpflanze, eingenommen. Für mich ein Sinnbild, dass wir Menschen so viele (künstliche/ unnatürliche) Grenzen erschaffen können, wie wir wollen und die Natur sich dennoch ihren verdienten Raum einnimmt.’ 
Das Auto (rechts unten im Bild) symbolisiert für mich einerseits das Aufbrechen von Grenzen (z.B. Mobilitätsgrenzen) und anderseits das Schaffen von Grenzen zu anderen Menschen, die sich ebenfalls im Straßenverkehr bewegen (d.h. Grenze zwischen privatem und gemeinschaftlichem Raum). Auch wird damit wieder deutlich gemacht, dass für viele Menschen Grenzen für den individuellen Raum wichtig sind, um sich z.B. sicher zu fühlen.
Für wen schaffen wir Grenzen und wozu dienen diese? 

Weißes Blechschild
Typisch Mensch: Wir schaffen Grenzen für unser “Eigentum” und im gleichen Moment stellen wir klar, was die Konsequenzen oder Strafen sind, wenn diese Grenzen überschritten werden. Das Eigentum wird öffentlich dargestellt und dennoch ist es uns wichtig, dass nur die Eigentümer:innen den begrenzten Raum benutzen dürfen. Damit denken wir Menschen auch, dass wir Ordnung und Struktur schaffen – was auch vom Staat und oft von der Gesellschaft gefördert wird. So können wir die Welt vielleicht besser “begreifen” und denken, dass das gemeinschaftliche Leben „besser“ wird. 
 Warum benutzen wir die Ankündigung potenzieller Strafen, um unsere Mitmenschen einerseits einzuschüchtern und anderseits zu motivieren Grenzen zu beachten? 


Mehrere Mülltonnen
Für mich ist dieses Motiv die “Sinnlosigkeit an sich” und symbolisiert zudem das Misstrauen in unsere Mitmenschen. Menschen zäunen ihre Mülltonnen, d.h. ihr Eigentum ein, um andere Menschen daran zu hindern, die Mülltonnen auch zu benutzen. Das ist für mich das Gegenteil von einem gemeinschaftlichen und respektvollen Leben miteinander. Der Gitterzaun soll wahrscheinlich auch Ordnung schaffen. Die sichtbare Grenze, d.h. das Gitter, schüchtert ein (im Sinne: “mein” Eigentum) und zugleich ist die Grenze weniger einschüchternd als eine Grenze, die nicht durchsichtig ist (z.B. aus Metallplatten). 
Warum ist uns Eigentum und Ordnung so wichtig? 


Metallgeländer mit Schild
Mit diesem Bild zeige ich den Widerstand gegen vom Staat gesetzte Grenzen auf. Zum einen der Widerstand von Menschen als Graffiti und zum anderen die Pflanzen, die wild rund um die Begrenzungen wachsen. Somit gerät Kultur (d.h. Ordnung geschaffen durch Menschen) und Natur aneinander. Spannend zu sehen, welche Grenzen von Menschen respektiert werden (Metallgeländer ohne Graffiti oder Sticker) und welche Grenzen verschönert werden (Gefahrenschild und hoher Plattenzaun). Für mich ist der hohe Metallplattenzaun unsinnig und verdeutlicht nur noch einmal das Verbot (z.B. dort nicht drüber zu gehen). Im Zusammenhang mit dem Geländer ergibt sich für mich nicht, warum drei verschiedene Grenzformen erstellt wurden. 
Warum reichen die Brüstung und das Gefahrenschild nicht aus? 

Performance Art Video (ca. 12 min): 

Dieses Video ist final im September 2023 erstellt und zeigt meine erste Performance Art überhaupt. Als neurodiverser, introvertierter und be_hinderter Mensch habe ich mit der Performance Art meine eigenen (inneren) Grenzen überwunden. Ich erforsche mit der Performance Art Lösungswege, wie wir als Menschen auf diesem Planeten Grenzen überwinden können. 

Künstler*in: Lou (keine Pronomen) ist intersektional (politisch) aktiv für Tierrechte, Queerfeminismus und Klimagerechtigkeit.

Ergebnisse Künstler:innen Gruppe 5

GRENZGANG Workshops

In einem zweiteiligen Workshopformat waren die Teilnehmenden des GRENZGANG-Projekts eingeladen, die entstandenen Ergebnisse in Zusammenarbeit mit Expert:innen und der Projektgruppe weiterzuentwickeln.

In den Workshops wurden gemeinsam kreative Prozesse reflektiert, Erfahrungen ausgetauscht und Ideen für eine Weiterführung der Arbeiten entwickelt.