Konzert: Ouzo Bazooka (Psy-Rock / Israel)

Tickets: 8 EURO
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Ouzo Bazooka

Womöglich die Band der revolutionären Griechen Tsipras und Varoufakis? Nicht ganz, Ouzo Bazooka kommen noch weiter aus dem Südosten, nämlich aus Tel Aviv. Das hört man erst mal nicht, dafür aber knackigen Boogie- und Bluesrock Richtung Black Keys, im Weiteren auch psychedelisch angereichert, gerne mit fetter Twanggitarre und überhaupt saumäßig cool. Sänger Uri Brainer Kinrot (ansonsten auch bei den bekannteren Boom Pam aktiv) hat eine klassische Garagenrock-Stimme und auch sonst erweisen sich Ouzo Bazooka als Connaisseure säurehaltigen Soulrocks. Eher heimlich schleichen sich dann auch orientalische Harmonien ein: mal mit nahöstlichen Keyboards, mal mit Oud-ähnlichem Gitarrensound. Zwischendurch gibt es immer wieder satte Soulrocknummern für den Dancefloor, auch mal so richtig Northern Style auf die Zwölf, mit dreckiger Fuzzguitar zur Farfisaorgel, fast schon wie King Khan, den es ja auch gerne mal musikalisch ostwärts zieht. Im mittleren Tempo klingen die Israelis fast schon nach dreckigen Exotica-Grooves im Stil von Stag-O-Lee Records, die härteren Songs sind dagegen satt rockende, schweißtreibende Floorfiller mit herbem 70s-Boogierock-Charme, mal mehr, mal weniger psychedelisch angereichert. Der absolute Knaller ist „Again And Again“, schwerer, drogenschwangerer Orientalrock. Dazu ist das Album extraknackig produziert. Rein Haltungsmäßig höre ich hier ja fast schon so etwas wie die hartgesottene Garagen-Variante von Calexico, mit Blick in Richtung Naher Osten statt nach Mexiko. Furioses Debütwerk. (Joe Whirlypop)