Konzert: Die Tornados + Masons Arms (Ska, Surf, Reggae)

Eintritt: 12 EURO

DIE TORNADOS “Schweiß, Musik und jede Menge Spaß – wie sollte man Die Tornados aus Leipzig anders beschreiben? Tanzende Menschen überall im Saal und auf der Bühne eine Band, die sich für ihr Publikum aufreibt, ausschwitzt, ausspielt. Nicht nur mit dem üblichen Ska-Flow, sondern mit jeder Menge Surf-, Rock´n´Roll- und Sixties-Einflüssen, die dem Publikum unaufdringlich untergejubelt werden. Hier gibt es keinen Musiklehrerhaften erhobenen Zeigefinger, sondern puren Spass am Leben – und an der Musik, die die 60er, 70er, und auch das neue Jahrtausend so lebenswert gemacht hat. Wen würde ich zu meiner Hochzeit einladen, wenn ich wollte dass alle tanzen (und wenn ich davon ausgehe, dass ich nur einmal heirate)? Natürlich nur die Tornados! Antifa-Party, Großes Konzert, Wohnzimmer-Party. Die Tornados waren schon da und haben alles aufgemischt. Aufgewischt wird hinterher Schweiß, Bier und – ? Die große Liebe der Band zur Musik und zu ihrem Publikum passt nicht in Wischeimer, und die Reaktion des Publikums auch nicht. Die Tornados haben Leipzig gerockt und gerockt, waren zwischendurch in aller Welt- fast überall in Europa- , und spielen in ihrer Stadt immer wieder vor ausverkauften Häusern. Wenn das nicht alles sagt…“

Das neueste Meisterwerk der „Heavy Reggae Boss Sounds“- Recken MASONS ARMS aus Köln ist sympathischerweise in Pappe gehüllt anstatt in ein obligatorisches Plastik-CD Wegwerfcover. Kaum nimmt man den Tonträger und schmeißt ihn in den Player, zwinkert einem DR. RING DING mit Bier in der Hand und Kippe im Mund entgegen. Fast schon ein Gütesiegel. Neben Andre Meyer produzierte er dieses Werk mit. Reggae und Ska mit deutschen Texten war zwar bisher eher weniger mein Fall, doch MASONS ARMS konnten mich von Gegenteil überzeugen. Tiefgründige Texte mit entzückenden Rhythmen und perfekt gespielten Bläsereinsätzen machen richtig Spaß. Der Opener „Mädchen Nr. 1“ hat definitiv Ohrwurmqualitäten, die Melodie bleibt hängen und der Text macht beste Laune. Das Album geht runter wie Öl, die Jungs bedienen sich klassischer Reggae – und Ska-Elemente. Inhaltlich werden sozialkritische Themen angeschnitten und natürlich auch in Offbeat – Manier verpackt. So zum Beispiel der Track „Etwas mehr“. Einfach mal den Arsch hochkriegen, protestieren, demonstrieren, was verändern, so der Kontext des Songs. Ein klarer Aufruf, eine klare Ansage. „Zurück zu dir“ hingegen, ist Ska mit Pop–Einflüssen vom feinsten. Gute Laune kommt auf – und bleibt. Bei „Rabauken“ gibt DR. RING DING seinen Senf am Mikro dazu, Reggae – und Dancehall Sound, Sonne und Strand kommen ganz nah. Den Abschluss bildet „Dub Nr. 1“, ein astreiner Rub-a-Dub Song