Möckelsaal
Heute
Einlass um 18:30 Uhr

PolDo "Normal – Eine Besichtigung des Wahns; Ein Abend gegen Irrationalismus und instrumentelle Vernunft"

Ein Abend gegen Irrationalismus und instrumentelle Vernunft

Pandemie, Klimawandel, Kriege, die Steuererklärung, der Verkehrsstau – Krisen über Krisen, und kein Ende in Sicht. Die einen fliehen in den Verschwörungsglauben oder gleich vollends in den Faschismus. Sie sind die Endzeit-Krieger in Tierkostümen, folgen QAnon bis ins Capitol. Sie sind die Aluhut-Trägerinnen, die gegen Chemtrails und Impfzwang demonstrieren. Es sind die Incels, die Reichsbürger, die Kämpfer gegen den »Great Reset« und den »Großen Austausch«. Die anderen halten am gesunden Menschenverstand fest. Sie verteidigen den Experten gegen den Scharlatan, die Vernunft gegen den Wahn. Sie sind fleißig, halten Nationen und Eigentumsordnung für so natürlich, wie dass der Starke den Schwachen besiegen muss. Sie wissen, dass Kollateralschäden nicht schön, aber unvermeidbar sind: Die Hungernden, die Obdachlosen, die Erfrierenden in jedem Winter, die Ertrunkenen im Mittelmeer. An Horoskope glauben sie nur, wenn die ihnen raten zu tun, was die Gesellschaft von den Menschen ohnehin verlangt. Ihre Vernunft ist eine instrumentelle, Vernunft im Dienste der Unvernunft. Es geht nur um das Wie, nicht um das Wofür. Effektivität ersetzt jeden Gedanken an eine menschenfreundliche Einrichtung der Welt. Erlaubt ist selbst im Denken nur, was nützlich ist. Lebenswert ist nur, wer produktiv ist. Normal ist, wer gesund ist und arbeiten kann. Der Weg von Selbstoptimierung zu Eugenik ist kürzer als das Laufband im Fitnessstudio: instrumentell-vernünftig und mörderisch-wahnhaft zugleich. Und alle feiern den normalen Menschen, den schlichten, hart arbeitenden, der von Intellektuellen, Lifestyle-Linken und Eliten verraten wurde – was bloß dem zynischen Zweck dient, die gesellschaftliche Stellung der Subalternen zu verewigen. Überhaupt ist die Normalität, die in jeder Krise als rasch Wiederherzustellende versprochen wird, eine trostlose Hoffnung. Denn der Normalzustand, »dass es so weitergeht«, ist die eigentliche Katastrophe.

Auf Bühne und Leinwand besichtigen wir den ganz normalen Wahn und den Wahn der Normalität, das Pathogene im Normalen, und das Irrationale, das aus diesem erwächst. Es wird so witzig, wie Adornos Stahlbäder lustig sind.

Weitere Informationen: www.vernunftwahn.de

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Studio HDF
Heute
Einlass um 22:00 Uhr

OLLSTARS Party

OLLSTARS_PARTY

Sei dabei, wenn dein Lieblingsteam nicht nur den Tresen schmeißt – sondern auch die Party des Jahres.
Am 30.04 verwandeln wir das PWH in eine Tanzfläche voller Ollstars!
Karaoke & tresenstarke DJ‘s mit Hits aus 4 Jahrzehnten
10€ Eintritt

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Studio HDF
Samstag, 2. Mai 2026 Sa., 2. Mai '26
Einlass um 19:00 Uhr

Smoking Hut On Stones - Record Release

Smoking Hut On Stones
steht für einen rohen, ehrlichen Sound zwischen Alternative, Punk und Garage-Vibes. Treibende Rhythmen treffen auf eingängige Riffs und eine Portion Dreck, die ihren Songs eine direkte, ungeschönte Energie verleiht. Dabei bleibt genug Raum für Melodie und Atmosphäre, sodass sich ihre Musik nicht nur nach vorne drängt, sondern auch hängen bleibt. Perfekt für alle, die es laut, echt und ein bisschen ungeschliffen mögen. Mit ihrem Neuen Album treten Sie bei uns im Peter Weiss Haus auf.

Support:
DIAS
liefern einen dichten, atmosphärischen Sound irgendwo zwischen Indie, Alternative und modernen Post-Punk-Einflüssen. Getragen von treibenden Beats, klaren Melodien und einer spürbaren Emotionalität entfalten ihre Songs eine ganz eigene Dynamik. Mal zurückhaltend und nachdenklich, dann wieder kraftvoll und mitreißend. Ihre Musik wirkt gleichzeitig zugänglich und tiefgehend und bleibt vor allem durch ihre besondere Stimmung lange im Kopf.

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Möckelsaal
Montag, 4. Mai 2026 Mo., 4. Mai '26
Einlass um 19:00 Uhr

Lena Gorelik: »Alle meine Mütter«

Lesung & Gespräch | Moderation: Uva Piterane (Literaturhaus Rostock)

In der ersten Bindung unseres Lebens tritt der ganze Kosmos menschlicher Beziehungen zutage. Und so erkundet Lena Gorelik unterschiedliche Perspektiven auf diese komplexe, oft lebenslange Beziehung, nicht nur die eigene als Tochter und Mutter. Dieser kluge, zugleich berührende Roman handelt auch davon, welche Mütter wir selbst zu sein versuchen: wie wir manchmal scheitern, zweifeln, stolpern. Welche Ängste uns begleiten. Was uns bindet und prägt, was uns abhält. Und auch davon: was es heißt, ungewollt Mutter oder nicht Mutter zu sein, ein Kind anzunehmen, zu verlieren oder nicht loslassen zu können. Dieses Buch geht alle an.

Lena Gorelik, 1981 in St. Petersburg geboren, kam 1992 nach Deutschland. Ihr Roman »Hochzeit in Jerusalem« war für den Deutschen Buchpreis nominiert, ihr Jugendbuch »Mehr Schwarz als Lila« für den deutschen Jugendliteraturpreis. 2021 erschien ihr Roman «Wer wir sind» und wurde begeistert besprochen. 2024 wurde Lena mit dem Heinrich-Mann-Preis für Essayistik ausgezeichnet, 2026 mit dem Preis der Literaturhäuser.

Vvk. 8 €/5 € erm.* zzgl. Gebühr im Pressezentrum/bei­ mvticket.de, Abendkasse: 12€/8 €erm.*

*Ermäßigt für: Schüler:innen, Mitglieder im Literaturhaus Rostock e.V., Schwerbeschädigte

Studierende der Uni Rostock/hmt Rostock frei mit dem Kulturticket des AStA. Anmeldung: reservierung@literaturhaus-rostock.de

Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Str. 21, 18057 Rostock

In Kooperation mit dem Netzwerk der Literaturhäuser und Arte.

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Möckelsaal
Mittwoch, 6. Mai 2026 Mi., 6. Mai '26
Einlass um 18:30 Uhr

Maxime Gillio: »Grenzüberschreitungen«/ »Post frontière«

Lesung & Gespräch (zweisprachig) | Moderation: Véronique Niedzwetzki (ifa Rostock) | Übersetzung: Everest Girard (freie Autorin und Übersetzerin)

Berlin 2006. Durch Recherchen ist die Journalistin Patricia Sammer auf den Fall der DDR-Republikflüchtigen Inge Oelze gestoßen. Bei einer Reihe von Besuchen in der Provinz lässt sie sich Inges Lebensgeschichte erzählen, deren Wurzeln bis zum Ende des 2.Weltkriegs zurückreichen, zur Vertreibung der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei. Und es scheint allmählich, dass es Patricia in Wahrheit um etwas anderes geht, etwas, das in ihre Kindheit zurückreicht …

In den Schicksalen dreier Frauen aus drei Generationen entwirrt sich im Laufe des Romans ein Beziehungsgeflecht, das nicht nur individuelle Geschichten offenbart, sondern auch deutsche Nachkriegsgeschichte in Ost und West.

Maxime Gillio ist Autor zahlreicher Kriminal- und Jugendromane. Angeregt durch die Erzählung wahrer Begebenheiten in seinem persönlichen Umfeld betritt er mit »Grenzüberschreitungen« ein weiteres literarisches Feld.

Vvk. 5 € zzgl. Gebühr im Pressezentrum/bei­ mvticket.de; Abendkasse: 8 €

Studierende der Uni Rostock/hmt Rostock frei mit dem Kulturticket des AStA. Anmeldung: reservierung@literaturhaus-rostock.de

Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Str. 21, 18057 Rostock

Eine Veranstaltung im Rahmen der Europawochen 2026 der Universitäts- und Hansestadt Rostock in Kooperation mit dem institut franco-allemand Rostock.

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