Lesung: Das zapatistische Modell einer neuen Gesellschaftsordnung, mit Autor Simon Schuster

»Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen.« Dieser Satz beschreibt die Essenz dessen, was Ziel des zapatistischen Aufstandes ist. Wir wissen zwar, dass die Zapatist*innen ihre autonomen Verwaltungsstrukturen als ›Demokratie des gehorchenden Regierens‹ organisieren, doch wie eine solche Praxis konkret aussieht – und ob sie sich vielleicht auch in anderen Breitengraden als linke Praxis empfiehlt – war bis jetzt kaum nachvollziehbar. Das Buch des promovierten Rechtswissenschaftlers Simon Schuster liefert nun beeindruckende und aufschlussreiche Antworten.

Der Autor hat Jura in Mainz studiert und dort eine Dissertation mit dem gleichnamigen Titel geschrieben, auf der das vorliegende Sachbuch basiert. Bis Mitte 2017 absolviert er sein Referendariat in Leipzig, Sachsen. Im Sommer 2012 war er als Menschenrechtsbeobachter in Chiapas, Mexiko. In Deutschland engagiert er sich im Ya-basta-Netz und ist beteiligt an verschiedenen örtlichen Bündnissen zum Thema ›Bürgerbeteiligung‹, ›Asylpolitik‹ und ›Recht auf Stadt‹.